Jahresrückblick in Zahlen

2019 war in vieler Hinsicht ein sehr ereignisreiches Jahr für den Datenschutz.

Die wichtigsten Ereignisse haben wir zusammengefasst:

2 EuGH Entscheidungen
Der EuGH hat in 2019 2 wichtige Urteile verkündet: Das sog. “Cookie-Urteil” und die Entscheidung zum Facebook-Like-Button.

14,5 Millionen Euro Bußgeld wurde gegen die Wohnungsgesellschaft “Deutsche wohnen” verhängt. Es handelt sich hierbei um das höchste Bußgeld, das bisher von deutschen Datenschutzbehörden verhängt wurde.

3. Überprüfung zum Privacy Shield
Das Privacy Shield hielt der jährlichen dritten Überprüfung stand. Der Datentransfer zwischen der USA und der EU ist somit auch weiterhin ohne großen juristischen Aufwand möglich.

Lediglich 25% der befragten Unternehmen einer repräsentativen Bitkom Studie gaben an, mit der Umsetzung der DSGVO abgeschlossen zu haben.

2. Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz
Am 25.11.2019 ist das zweite Datenschutz-Anpassungs- und Umsetzungsgesetz (2.DSAnpUG-EU) in Kraft getreten.

183 Millionen Pounds (umgerechnet ca. 200 Millionen Euro) Bußgeld wurde gegen British Airways verhängt. Hierbei handelt es sich um das höchste EU-weit verhängte Bußgeld.

1 neues sicheres Drittland: Japan
Der Austausch personenbezogener Daten zwischen der EU und Japan ist seit Januar 2019 uneingeschränkt möglich.

20 Mitarbeiter für Datenschutzbeauftragten
Bisher mussten Unternehmen bereits dann einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn in dem Unternehmen „in der Regel mindestens 10 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten“ beschäftigt sind. Durch das 2. DSAnpUG-EU wurde die Personenzahl auf mindestens 20 Personen erhöht.

25 Kategorien im Bußgeldmessungskonzept der Datenschutzkonferenz

Die Datenschutzkonferenz hat ein Konzept erstellt, um Bußgelder in Deutschland nach einer verständlichen und einheitlichen Regelung festzulegen. Unternehmen sind somit in 25 Jahres- und Tagesumsatz Kategorien unterteilt. Der Schweregrad des Datenschutzverstoßes wird ebenfalls in 8 Kategorien unterteilt, um Faktoren zu bestimmen. Diese Faktoren im Zusammenhang mit dem Tagesumsatz des Unternehmens bestimmen dann das Bußgeld.